results and visions
Michael Meier

Dipl. Arch. ETHZ
mm@vasp.ch

Ein Geschäft zu führen bedeutet in meinen Augen zuallererst: Dienen.
Nicht dem Geld, sondern den Menschen.

Über die Expo.02 zu lästern war im Vorfeld sogar politisch korrekt.
Während drei Jahren habe ich sie fast täglich dreidimensional besucht.

Ob es uns Demut lehrt, am Boden herumzukriechen? Vielleicht auch.
Sieben Monate Böden zu verlegen verlangt nicht, bodenständiger zu werden.

Es ist nicht nötig, bemitleidend zu schmunzeln, weil ich Militärdienst leiste.
Daraus moralische Fragestellungen abzuleiten, ist auch nicht verboten.

Dass sich in der Musik Welten öffnen, werden Musiker bestätigen.
Über die Unterschiede von Hobby-Drummern und Musikern darf man streiten.

Wir werden vermutlich nicht wirklich intelligenter als unsere Grossmütter.
Es könnte deshalb stimmen, dass vieles, was bitter schmeckt, gesund ist.

Mir ist wichtig, wie ich etwas mache - und nicht primär, was ich mache.
Als Tösstaler ist mir das halt erst im Diplomsemester bewusst geworden.

Wenn die Mutter liebend gern mit 200 km/h durch den Schwarzwald braust,
ist es kaum verwunderlich, wenn es abfärbt. Aber nur ein bisschen.

Ein Sommer in der Steppe von Tansania fordert einen Kantischüler heraus.
Gerade auch dann, wenn er bloss drei tote Sprachen kann. Und Französisch.

Mit meinem Schulfreund habe ich zum ersten Mal grosszügig gebaut.
Ein Strohlabyrinth. An der ETH habe ich dies dann in 3D-Kursen vermittelt.

Das Tagesschausyndrom - sehen, nicht persönlich nehmen, vergessen -
wurde beim Hilfseinsatz in Bosnien behandelt, mit bleibendem Effekt.

Wenn "nach Höherem streben" bedeutet, auf andere herabzuschauen,
finde ich es daneben. Gleitschirmfliegen ist trotzdem cheiben schön.

Im wörtlichen Sinn bin ich oft auf die Nase gefallen. Judo sei Dank,
das wurde mir ausgetrieben, indem ich einiges einstecken musste.

Das Schöne am Singen ist, dass das Instrument auch bei Regen dabei ist.
Ich setze dabei voraus, dass es nicht regnet, weil ich singe. Hoffentlich.

Als Leiter der Jugendgruppe einer freikirchlichen Gemeinde ist man
vielleicht ein blinder Fanatiker. Und einfach. Oder einfach Christ.

Ein Studium durchzuziehen, bloss weil man es begonnen hat, zeugt
entweder von Sturheit oder von Hoffnung oder von Disziplin oder so.

Ich bin froh, wenn die Leute um mich herum sagen, was sie denken.
Persönlich spreche ich ohne Worte, wenn ich weiss geschminkt bin.

Ich glaube, dass Liebe im Grunde eine Entscheidung ist.